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Lebenslauf für Schüler: Praktikum, Ausbildung, Vorlage
Ein Lebenslauf ohne Berufserfahrung ist nicht leer, er ist nur anders sortiert. Die Reihenfolge der Abschnitte, was als Erfahrung zählt und wie eine Station formuliert wird, die noch keine Arbeitsstelle war.

Ein Lebenslauf ohne Berufserfahrung wirkt auf den ersten Blick leer, und daran scheitern die meisten Bewerbungen um ein Schülerpraktikum. Leer ist er aber nur, wenn Schule, Praktika, Nebenjobs und Ehrenamt fehlen. Hier bekommst du die Reihenfolge der Abschnitte, eine Liste dessen, was in jeden einzelnen gehört, und die Formulierungen für eine Station, die noch keine Arbeitsstelle war.
Was in den Lebenslauf eines Schülers gehört
Ein Schülerlebenslauf hat dieselben Bausteine wie jeder andere, nur in anderer Gewichtung. Der Block, der bei Erwachsenen Berufserfahrung heißt, heißt bei dir praktische Erfahrung und rutscht nach unten. Oben steht, woran ein Betrieb dich gerade misst, und das ist die Schule. Die Bundesagentur für Arbeit führt in ihrer Anleitung zum Lebenslauf dieselben Bausteine auf, unabhängig davon, wie viel Erfahrung jemand mitbringt.
Bei dir füllt der Bildungsweg im Lebenslauf deshalb den größten Block der Seite. Das ist kein Notbehelf und keine Verlegenheitslösung, sondern die richtige Reihenfolge für jemanden, der noch zur Schule geht. Sie kehrt sich erst um, wenn nach Ausbildung oder Studium mehr als ein Jahr Arbeit zusammengekommen ist.

| Abschnitt | Was hineingehört | Umfang |
|---|---|---|
| Persönliche Daten | Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, dazu freiwillig Geburtsdatum und Geburtsort | 4 bis 6 Zeilen |
| Schulbildung | Aktuelle Schule mit angestrebtem Abschluss, davor besuchte Schulen | 2 bis 3 Einträge |
| Praktische Erfahrung | Praktika, Ferienjobs, Nachhilfe, Mithilfe im Betrieb der Familie | 1 bis 4 Einträge |
| Kenntnisse | Sprachen mit Niveau oder Schuljahren, Computerprogramme, Führerschein | 3 bis 5 Zeilen |
| Engagement und Interessen | Ehrenamt, Verein, Schul-AG, zwei bis drei konkrete Hobbys | 2 bis 4 Zeilen |
| Ort, Datum, Unterschrift | Wohnort, Datum der Bewerbung, handschriftlich unterschrieben | 2 Zeilen |
Persönliche Daten: was hinein muss und was nicht
Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind der Kern. Geburtsdatum und Geburtsort sind freiwillig, bei einer Praktikums- oder Ausbildungsbewerbung aber üblich, weil der Betrieb für den Vertrag wissen muss, ob du zu Beginn volljährig bist. Damit ist der Block vollständig. Familienstand, Staatsangehörigkeit und Konfession sind schon bei Erwachsenen überholt und bei dir erst recht überflüssig, und die Sozialversicherungsnummer hat in einer Bewerbung nichts verloren.
Der Beruf der Eltern gehört seit Jahrzehnten nicht mehr in einen Lebenslauf, steht in alten Schülervorlagen aber immer noch drin. Streich die Zeile. Prüf außerdem deine E-Mail-Adresse, denn sie ist das Erste, was ein Betrieb von dir sieht: Eine Adresse aus der siebten Klasse kostet dich Sympathie, und eine neue nach dem Muster vorname.nachname ist in zwei Minuten eingerichtet. Auf den Anrufbeantworter gehört dieselbe Sorgfalt, weil ein Ausbildungsbetrieb oft anruft statt zu schreiben.
Schulbildung: der wichtigste Abschnitt
Die Schulbildung läuft von der aktuellsten Station nach hinten. Ganz oben steht die Schule, auf die du jetzt gehst, mit dem Abschluss, den du anstrebst, und dem Termin. Die Formulierung „Angestrebter mittlerer Schulabschluss im Juni 2027“ beantwortet die erste Frage, die ein Ausbildungsbetrieb an dich hat, und zwar in der ersten Zeile.
Darunter kommt die Schule davor, falls du gewechselt hast. Die Grundschule bleibt draußen, auch wenn die Seite dadurch kürzer wird. Sie hat jeder besucht, und sie sagt niemandem etwas. Eine einzige Ausnahme gibt es: die Bewerbung um ein Schülerpraktikum in der achten oder neunten Klasse, wo sonst eine einzelne Schulzeile allein auf der Seite stünde. Sobald ein Praktikum oder eine zweite weiterführende Schule darunter steht, streichst du sie wieder. Die Fläche für eine gut gefüllte Seite entsteht ohnehin im Erfahrungsblock und nicht in der Schulliste.
Lieblingsfächer sind bei Schülern kein Füllmaterial, sondern ein Argument, sobald sie zum Wunschberuf passen. Wer sich um eine Ausbildung zum Fachinformatiker bewirbt, nennt Mathematik und Informatik. Wer in die Pflege will, nennt Biologie. Einen Notendurchschnitt nennst du ab etwa 2,5, darunter nennst du stattdessen deine zwei stärksten Fächer mit der Note dahinter.
Was du schreibst, wenn du noch keine Erfahrung hast
Erfahrung heißt in einem Schülerlebenslauf nicht bezahlte Arbeit. Alles, wofür du regelmäßig aufgestanden bist und wofür jemand sich auf dich verlassen hat, zählt: Praktika, Ferienjobs, Nachhilfe, Zeitungsaustrag, Babysitten, Mithilfe im Betrieb der Familie, Kassendienst beim Sportfest, Betreuung einer Gruppe im Ferienlager.
Der Unterschied zwischen einem leeren und einem vollen Schülerlebenslauf ist fast nie die Menge an Erfahrung. Er liegt darin, ob jemand aufgeschrieben hat, was er ohnehin tut. Setz dich zehn Minuten hin und schreib alles auf, was du in den letzten zwei Jahren regelmäßig gemacht hast, und streich danach, was wirklich nicht passt.

Jede Station bekommt denselben Bau: Zeitraum links, Betrieb und Ort rechts, darunter ein bis drei Stichpunkte mit dem, was du dort wirklich gemacht hast. Was eine Station aussagekräftig macht, gilt bei dir genauso wie bei einer Fachkraft mit zwanzig Berufsjahren, denn jede Station im Lebenslauf lebt von einer konkreten Aufgabe statt von einer Berufsbezeichnung.
Wenn wirklich nichts dasteht
Manchmal bleibt der Block trotz allem leer, weil du dreizehn bist oder gerade erst gewechselt hast. Dann füll ihn nicht mit Erfundenem auf. Ein kurzer, ehrlicher Lebenslauf wirkt in diesem Alter deutlich besser als ein aufgeblähter, denn jeder Betrieb kennt den Unterschied zwischen einer echten Aufgabe und einer freundlich formulierten Nichtigkeit.
In vier bis sechs Wochen lässt sich der Block trotzdem füllen. Nachhilfe für jüngere Schüler wird an fast jeder Schule vermittelt, Vereine suchen dauerhaft Betreuung für die Kinderteams, Jugendfeuerwehr und Schulsanitätsdienst nehmen laufend Neue auf, und für einen Ferienjob reicht eine Nachfrage im Betrieb um die Ecke. Zwei solcher Einträge reichen für eine Praktikumsbewerbung völlig aus.
Nebenjobs: was in welchem Alter erlaubt ist
Dass der Erfahrungsblock mit 14 kürzer ausfällt als mit 17, hat einen gesetzlichen Grund und ist kein Versäumnis. Das Jugendarbeitsschutzgesetz verbietet die Beschäftigung von Kindern und lässt nur wenige Ausnahmen zu. § 5 JArbSchG nennt das Betriebspraktikum während der Vollzeitschulpflicht ausdrücklich als eine davon, weshalb das Schülerpraktikum über die Schule bei jedem Alter möglich ist.
Ab 13 Jahren ist mit Einwilligung der Eltern leichte Arbeit erlaubt, höchstens zwei Stunden täglich, nicht zwischen 18 und 8 Uhr und nicht während des Unterrichts. Entscheidend für diese Grenze ist nicht dein Alter, sondern die Vollzeitschulpflicht, denn § 2 Abs. 3 JArbSchG behandelt Jugendliche, die ihr noch unterliegen, wie Kinder. Wer mit 15 noch vollzeitschulpflichtig ist, bleibt deshalb bei den zwei Stunden am Tag. Wann die Vollzeitschulpflicht endet, regelt jedes Bundesland in seinem Schulgesetz.
Wer noch vollzeitschulpflichtig ist, darf in den Schulferien höchstens vier Wochen im Kalenderjahr arbeiten. Nach dem Ende der Vollzeitschulpflicht gilt diese Grenze nicht mehr, dann sind nach § 8 JArbSchG acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche erlaubt. Für viele Sechzehn- und Siebzehnjährige ist das der Fall, und ein Ferienjob über vier Wochen hinaus ist für sie kein Problem. Wer diese Grenzen kennt, muss sich für einen kurzen Erfahrungsblock nicht rechtfertigen.
| Alter und Schulpflicht | Was möglich ist | Grenze |
|---|---|---|
| Während der Vollzeitschulpflicht | Betriebspraktikum über die Schule | Vom Verbot der Kinderarbeit ausdrücklich ausgenommen |
| Ab 13, solange du vollzeitschulpflichtig bist | Leichte Tätigkeiten mit Einwilligung der Eltern | Höchstens 2 Stunden täglich, nicht zwischen 18 und 8 Uhr |
| 15 bis 17 Jahre, noch vollzeitschulpflichtig | Ferienjob in den Schulferien | Höchstens 4 Wochen im Kalenderjahr |
| 15 bis 17 Jahre, nicht mehr vollzeitschulpflichtig | Ferien- und Nebenjob | Höchstens 8 Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich |
| ab 18 Jahre | Nebenjob ohne die Sonderregeln für Jugendliche | Es gilt das allgemeine Arbeitsrecht |
Ehrenamt, Vereine und Schul-AGs
Für einen Ausbildungsbetrieb ist ein Ehrenamt der beste verfügbare Beleg dafür, dass du Termine einhältst und im Team zurechtkommst. Jugendfeuerwehr, DLRG, Schulsanitätsdienst, Streitschlichtung, Klassensprecheramt, Schülerzeitung, Trainingsassistenz im Verein: alles davon ist eine Zeile wert, sobald du es länger als ein paar Wochen machst.
Entscheidend ist die Dauer, nicht der Titel. Der Eintrag „Seit 2023 Jugendtrainerin der E-Jugend, Training zweimal wöchentlich“ wirkt völlig anders als das Wort „Fußballverein“. Und wenn du ein Amt abgegeben hast, schreib den Zeitraum trotzdem hin: Zwei Jahre Schülervertretung sind zwei Jahre, auch wenn sie vorbei sind.
Der Lebenslauf für das Schülerpraktikum
Beim Schülerpraktikum ist die Ausgangslage für alle gleich: Niemand in deiner Klasse hat Erfahrung, und der Betrieb weiß das. Bewertet wird deshalb etwas anderes, nämlich ob du dich vollständig und ordentlich vorstellst und ob erkennbar ist, warum ausgerechnet dieser Betrieb und nicht der nächste in derselben Straße.
Praktisch heißt das: eine Seite, vollständige Kontaktdaten, die Schule mit Klassenstufe, und im Abschnitt Interessen etwas, das eine Verbindung zum Betrieb herstellt. Wer sich in einer Tischlerei bewirbt und im Technikkurs sitzt, schreibt genau das hin. Zwei Wochen Praktikum sind für einen Betrieb Aufwand, und er vergibt sie lieber an jemanden, bei dem ein Interesse sichtbar ist.
Drei Stichpunkte reichen für zwei Wochen. Was ein Betrieb daran liest, ist nicht Fachkenntnis, sondern dass du zwei Wochen lang da warst, dass dir jemand etwas gezeigt hat und dass am Ende etwas fertig war. Der letzte Stichpunkt ist deshalb der wichtigste: Er nennt ein Ergebnis und nicht nur eine Tätigkeit.
Kenntnisse, Sprachen und Interessen
Der Kenntnisblock ist kurz und trotzdem die Stelle, an der die meisten Schülerlebensläufe unnötig schwach werden. Die Angabe „Englisch: gut“ sagt niemandem etwas. Die Angabe „Englisch: seit der dritten Klasse, drei Wochen Austausch in Cork 2025“ sagt eine Menge, und sie kostet dieselbe Zeile.
Sprachen bekommen eine Stufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens, und als Beleg dahinter die Zahl der Schuljahre und die Note aus dem letzten Zeugnis. Ein Zertifikat brauchst du dafür nicht, es macht die Angabe nur zusätzlich prüfbar. Bei Computerkenntnissen zählt, womit du tatsächlich gearbeitet hast: Word und Excel für die Facharbeit, ein Videoschnittprogramm für den Schulkanal, eine Tabelle für die Kasse der Schülerfirma. Ein Führerschein oder ein Mofa-Führerschein gehört ebenfalls hierher, weil er für Betriebe außerhalb der Stadt praktisch zählt.
Interessen sind bei Erwachsenen Beiwerk. Bei dir sind sie Inhalt, weil sie oft der einzige Beleg für Ausdauer und Teamfähigkeit sind, den ein Betrieb überhaupt bekommt. Hobbys im Lebenslauf wirken allerdings nur konkret: „Handball, Bezirksliga, dreimal Training pro Woche“ trägt, das Wort „Sport“ trägt nichts.
Layout, Länge und Foto
Eine Seite, immer. Ein Schülerlebenslauf über zwei Seiten ist entweder zu groß gesetzt oder mit Dingen gefüllt, die nicht hineingehören. Elf Punkt Schriftgröße, 2 cm Seitenrand, eine serifenlose Schrift, keine Kästen und keine Farbflächen: mehr braucht diese Seite nicht.
Die Form ist der tabellarische Lebenslauf mit schmaler Datumsspalte links und den Inhalten rechts. Ein ausformulierter Text in ganzen Sätzen wird an manchen Schulen als Übung verlangt, in einer echten Bewerbung dagegen nur in seltenen Ausnahmefällen. Halte außerdem ein Datumsformat durch, also entweder 08/2021 oder August 2021, und nicht beides auf derselben Seite.
Braucht ein Schülerlebenslauf ein Foto?
Verlangen darf es niemand. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz untersagt die Benachteiligung wegen der in § 1 AGG genannten Merkmale, unter anderem Herkunft, Geschlecht und Religion, und genau die liest ein Bild mit.
Üblich ist es bei Praktikums- und Ausbildungsbewerbungen trotzdem. Ein Foto im Lebenslauf darf in deinem Alter ein freundliches Bild vor ruhigem Hintergrund sein, aufgenommen von jemandem aus der Familie, und ein Studiotermin ist dafür nicht nötig. Ein zugeschnittenes Klassenfoto oder ein Profilbild aus einem sozialen Netzwerk erkennt dagegen jeder sofort am Licht und an der Körnung.
Ort, Datum und Unterschrift
Vorgeschrieben ist die Unterschrift nicht, üblich und erwartet aber schon. Unter den Lebenslauf gehören deshalb dein Wohnort, das Datum der Bewerbung und deine handschriftliche Unterschrift. Das gilt auch mit 15, und eine Unterschrift der Eltern braucht es dafür nicht. Wer sich digital bewirbt, unterschreibt auf einem weißen Blatt, fotografiert die Unterschrift ab und setzt sie als Bild ein. Und das Datum wird bei jeder neuen Bewerbung angepasst, weil ein halbes Jahr altes Datum sofort auffällt.
Vorlage nutzen, ohne dass es nach Vorlage aussieht
Eine Vorlage nimmt dir das Formatieren ab, und bei einer ersten Bewerbung ist das viel wert. Sie nimmt dir nicht ab zu entscheiden, was in den Zeilen steht, und an genau dieser Stelle erkennt man eine unbearbeitete Vorlage sofort.
Drei Dinge gehen dabei am häufigsten schief: stehen gebliebener Beispieltext, ein Abschnitt „Berufserfahrung“, der bei einer Sechzehnjährigen leer bleibt, und grafische Balken für Sprachen, aus denen niemand ein Niveau ablesen kann. Benenne den Abschnitt in praktische Erfahrung um, lösch die leeren Blöcke ganz und schreib die Sprachstufe als Text hin.
Der Grundaufbau ändert sich durch keine Vorlage. Ein Schülerlebenslauf folgt demselben Aufbau wie jedes Lebenslauf-Muster, nur mit der Schulbildung an erster Stelle und einem kürzeren Erfahrungsblock. Speichere das Ergebnis als PDF und nenne die Datei nach dem Muster Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf. Eine Datei namens „lebenslauf neu final.pdf“ landet genauso im Postfach der Personalabteilung, wie sie heißt.
Vom Praktikum zur Ausbildung: was sich ändert
Für eine Praktikumsbewerbung reicht ein sauberer, vollständiger Lebenslauf. Für einen Ausbildungsplatz konkurrierst du mit anderen, und dann zählt zusätzlich, wie gut deine Stationen zum Beruf passen. Dieselben Inhalte, andere Reihenfolge.
Der Lebenslauf für die Ausbildung sortiert die Stationen deshalb neu: Das Praktikum in der Branche rückt nach oben, die passenden Schulfächer werden benannt, und aus einer allgemeinen Interessenliste wird eine, die auf den Beruf zeigt. Die Datei bleibt dieselbe Grundlage, du ziehst sie nur für jede Bewerbung nach.
Dazu kommen die Anlagen. Das letzte Schulzeugnis und die Praktikums- oder Teilnahmebescheinigungen wandern hinter Anschreiben und Lebenslauf in dieselbe PDF-Datei, in der Reihenfolge, in der sie im Lebenslauf auftauchen. In den Lebenslauf selbst gehören sie nicht, denn eine Liste der beigefügten Unterlagen kostet Platz und sagt nichts, was der Blick auf die Anhänge nicht schon beantwortet.
Ein letzter Punkt zählt bei Schülern oft mehr als alles Formale: der Zeitpunkt. Große Ausbildungsbetriebe schließen ihre Auswahlverfahren im Herbst vor dem Ausbildungsbeginn ab, und wer erst im Frühjahr anfängt, bewirbt sich auf das, was übrig geblieben ist. Ein ordentlicher Lebenslauf im September nützt dir deshalb mehr als ein perfekter im Mai.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Schüler?
Tabellarisch, auf einer Seite und mit der Schulbildung direkt unter den persönlichen Daten. Danach folgen praktische Erfahrung, Kenntnisse, Interessen sowie Ort, Datum und Unterschrift. Jede Station bekommt links den Zeitraum und rechts höchstens drei Stichpunkte.
Was kann man als Schüler in den Lebenslauf schreiben?
Alles, wofür du regelmäßig Verantwortung getragen hast: Praktika, Ferienjobs, Nachhilfe, Zeitungsaustrag, Babysitten, Mithilfe im Familienbetrieb, Ehrenamt, Vereinsamt und Schul-AGs. Bezahlt muss die Tätigkeit nicht gewesen sein. Wichtig sind Zeitraum, Ort und eine konkrete Aufgabe.
Was schreibt man in den Lebenslauf, wenn man noch in der Schule ist?
Die aktuelle Schule steht ganz oben, mit dem Startdatum und dem angestrebten Abschluss samt Monat und Jahr. Darunter kommen frühere Schulen, die Grundschule ausgenommen. Passende Schwerpunktfächer sind eine eigene Zeile wert, ein Notendurchschnitt ab etwa 2,5.
Wo finde ich kostenlose Lebenslaufvorlagen für Schüler?
Word und andere Textprogramme bringen brauchbare tabellarische Vorlagen mit, und Schulen geben im Rahmen der Berufsorientierung oft eigene aus. Achte weniger auf das Design als darauf, dass du jeden Abschnitt umbenennen und leere Blöcke löschen kannst. Eine Vorlage liefert nur den Rahmen.
Wie lang ist ein Lebenslauf für ein Schülerpraktikum?
Eine Seite, ohne Ausnahme. Mehr Inhalt gibt es in diesem Alter nicht, und zwei Seiten wirken aufgeblasen statt vollständig. Wenn die Seite zu leer aussieht, hilft ein zusätzlicher Stichpunkt je Station mehr als größere Schrift.
Braucht ein Schülerlebenslauf ein Foto?
Ein Foto ist freiwillig und darf nicht verlangt werden. Bei Praktikums- und Ausbildungsbewerbungen in Deutschland ist es aber weiterhin üblich und wird von vielen Betrieben erwartet. Ein freundliches Bild vor ruhigem Hintergrund reicht völlig aus.
Gehören die Berufe der Eltern in den Lebenslauf?
Nein, der Beruf der Eltern hat in einem Lebenslauf nichts mehr zu suchen. Diese Zeile stammt aus alten Schülervorlagen und wird von Betrieben nicht erwartet. Dasselbe gilt für Familienstand, Konfession und Staatsangehörigkeit.
Muss ein Schüler den Lebenslauf unterschreiben?
Vorgeschrieben ist es nicht, üblich und erwartet aber schon. Ort, Datum und eine handschriftliche Unterschrift gehören ans Ende, auch mit 15, und eine Unterschrift der Eltern braucht es dafür nicht. Bei einer digitalen Bewerbung unterschreibst du auf Papier und setzt die abfotografierte Unterschrift als Bild ein.